Lieben geht auch ohne Valentinstag

Li̱e̱·be

Substantiv [die]

Zum Valentinstag sehe ich rote Rosen an Autos, Pärchen in überfüllten Restaurants sich schweigend gegenüber sitzend, Kinoprogramme mit zum Weinen schönen Romantikstreifen und rosarote Cocktails. Ich entdecke Herzschokolade und parfümkaufende Männer, fotoalbumbastelnde Frauen und Gedichteschreiber. Werde übermannt von Gutschein- und Internet-Express-Versand-Käufern, kaffeetrinkenden Frischverliebten, handhaltenden Spaziergängern, die ihre Namen in die Baumrinde oder in einem Schloss verewigen lassen und von fröhlich verliebt wirkenden Selfies in sozialen Netzwerken. Sehe rennende Fleuropversandfahrer, stolze Ringträger und Liebesliedsänger, Haustierverschenker und Home-Cooking-Experten. weiterlesen “Lieben geht auch ohne Valentinstag”

„Moin Moin“ und „Ahoi“ – Der Stolz der Dialekte

Dialekte schaffen ein Zusammengehörigkeitsgefühl und machen unseren Sprachgebrauch aus!

Am Hafen der Stadt Hamburgs entlang schlendernd, vernehme ich hier und da eine irrsinnig hohe Anzahl verschiedener Dialekte. Als Stadt mit unzähligen Touristen, die durch viele sehenswerte Attraktionen und kulturelle Highlights regelrecht angezogen werden, konnte ich dieses spannende Phänomen, das mir selbstverständlich auch schon in einigen anderen Orten, ja sogar direkt vor der Haustür, begegnet ist, mit voller Neugier und Aufmerksamkeit beobachten. Während ich einen kleinen, mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Souvenir-Shop betrete, kommt mir ein freundliches, aber bestimmtes „Moin Moin“ von den Ladenbesitzern entgegen. „Moin Moin“ mitten am Nachmittag? So ist es in Hamburg. Und es gehört zum Flair dieser Stadt dazu. Ein sprachliches Phänomen, das uns in unzähligen Gebieten, Bezirken, Dörfern, Städten und Bereichen unseres Lebens begegnet und auch immer wieder für spannende Momente in der Kommunikation sorgt – denn manchmal ist es gar nicht so einfach, einem außergewöhnlichen Dialekt im Gespräch zu folgen, wenn wir nicht ständig damit in Berührung sind und die konkrete Bedeutung der Wörter zuzuordnen wissen und die Sprachmelodie für uns nicht ganz nachvollziehbar ist. Aber genau das ist es – die Dialekte dieser Erde sind es, die unsere Sprache so vielfältig und spannend gestalten, mit Schönheit ausfüllen und ihr Kreativität zusprechen. weiterlesen “„Moin Moin“ und „Ahoi“ – Der Stolz der Dialekte”

10 Tipps, wie wir im Alltag unseren Wortschatz stets erweitern können

Tafel vor Tim Mälzers Restaurant "Bullerei" in Hamburg

Gerade jetzt – in einer Zeit,  in der soziale Netzwerke boomen, die selbstverständlich auch einen enorm positiven Einfluss auf unsere Lebensführung haben, und zu viel Reize in zu kurzer Zeit auf uns einströmen, ist es häufig nur eine Frage der Aufmerksamkeit und des Entdeckens vieler kommunikativer und mit Sprache verbundener Momente, in denen wir alle noch ein Stück weit dazu lernen und die Schönheit und Begrifflichkeiten unserer Sprache erkunden können. Ich habe euch mal zehn meiner Tipps zusammengefasst, wie ihr es schafft,  euren Wortschatz stets zu erweitern!  weiterlesen “10 Tipps, wie wir im Alltag unseren Wortschatz stets erweitern können”

“Musik ist die einzige Sprache, in der man nicht lügen kann”

Kalenderblatt des 09. Februars 2017 - "Musik ist die einzige Sprache, in der man nicht lügen kann."

Gerade deshalb ist es wohl wichtig, mal außerhalb der Notenlinien zu schauen und den Blick darauf schweifen zu lassen. Denn in den auf Papier geschriebenen schwarz gefüllten oder ungefüllten Punkten mit oder ohne Strichen nach oben stehen nicht unsere Gefühle, sondern nur das, was die Instrumentalisten mit Perfektion spielen sollen und vor allem: Können. Ich bewundere jeden, der es kann und sich in vollster Konzentration dem hingibt, was er mit Leidenschaft erfüllen mag. Die Konzentration und Aufmerksamkeit, die an einem Abend, in einem solistischen Moment oder einem kompletten Konzert über den Musiker und das Orchester schweben, sind fast schon spürbar, wenn wir in ihre Gesichter schauen und ihren Körper beim Spielen beobachten.  weiterlesen ““Musik ist die einzige Sprache, in der man nicht lügen kann””

Serie – Szenen aus dem Wartezimmer /// Heute: Laute(r) Stille

Aquarellbild von Maria Hoffmann

„Das ist doch der Junge, der immer so still“ ist, höre ich es mit frecher, recht lauter Stimme zu meinen Ohren schallend, als Lukas* den Raum betritt. Als würde er es nicht mitbekommen, dass damit gerade Worte über ihn fielen, zog er langsam seine Jacke aus, hing sie an die Garderobe und lächelt freundlich, so wie die letzten Male, als er zu mir kam.  weiterlesen “Serie – Szenen aus dem Wartezimmer /// Heute: Laute(r) Stille”