Zu hohe Erwartungen an Musik?!

Musik bedeutet für jeden etwas anderes, aber in der Musiktherapie immer einen therapeutischen Prozess mit dem Medium Musik.

Ein ganzes Wochenende umgaben mich Musik und musiktherapeutische Themen. Es beschäftigte mich sehr, dass ich von anderen Kollegen mehr und mehr hörte, dass hohe Erwartungen an uns Therapeuten UND an die Musik innerhalb musiktherapeutischen Arbeitens gestellt werden. Nicht selten entstehen Diskussionen über die Bedeutung der Musik als Entspannungsmedium und Allwundermittel, das jegliche Sorgen heilen kann und das durch seine durchaus gesicherte Wirkung als Katalysator für unsere Emotionen. Doch ist es das, was das Ziel des musiktherapeutischen Arbeitens ausmacht? weiterlesen “Zu hohe Erwartungen an Musik?!”

Her mit dir, du fantasiereiches Leben

Wir bauen uns aus Fantasien Geschichten, die unser Leben bunter machen.

Ich war unterwegs in der Stadt. Hatte Zeit, mich auf eine Bank zu setzen, dem ersten Sing-Sang der Vögel zu lauschen und um mich herum das geschehen zu lassen, was eben so geschieht. Ich schaute mich um, sah viele Menschen in Eile mit schweren Taschen und schnellen Fahrrädern an mir vorbeihuschen, beobachtete Mütter mit Babys auf dem Arm und im Kinderwagen, erschreckte mich vor dem Hupen der Autos, die viel zügiger an den Stadtlinienbussen vorbeifahren wollten, als es in der Hauptverkehrszeit am Feierabend wohl zu schaffen ist. Und dann – dann fiel mir etwas ganz besonderes auf: vor einem noch nicht eröffnetem kleinen Geschäft an einer Ecke einer schmalen Gasse, die mich durch ihr attraktives Altstadtflair besonders staunen ließ, stand ein gigantisch großes Paket, das wohl für das neue Lädchen bestimmt war. Es war umhüllt von einer Plastikfolienschicht, die über das viereckige Pappgebilde gezogen war, damit es wohl nicht beschädigt wird und die neuen Besitzer den Inhalt in vollsten Zügen benutzen können. Die Sonne schien mittlerweile warm auf mein Gesicht und brachte mir das Gefühl eines ersten Vorfrühlingstags und sie erhellte die komplette Ecke, an der das geheimnisvolle Paket stand. weiterlesen “Her mit dir, du fantasiereiches Leben”

Lieben geht auch ohne Valentinstag

Li̱e̱·be

Substantiv [die]

Zum Valentinstag sehe ich rote Rosen an Autos, Pärchen in überfüllten Restaurants sich schweigend gegenüber sitzend, Kinoprogramme mit zum Weinen schönen Romantikstreifen und rosarote Cocktails. Ich entdecke Herzschokolade und parfümkaufende Männer, fotoalbumbastelnde Frauen und Gedichteschreiber. Werde übermannt von Gutschein- und Internet-Express-Versand-Käufern, kaffeetrinkenden Frischverliebten, handhaltenden Spaziergängern, die ihre Namen in die Baumrinde oder in einem Schloss verewigen lassen und von fröhlich verliebt wirkenden Selfies in sozialen Netzwerken. Sehe rennende Fleuropversandfahrer, stolze Ringträger und Liebesliedsänger, Haustierverschenker und Home-Cooking-Experten. weiterlesen “Lieben geht auch ohne Valentinstag”

„Moin Moin“ und „Ahoi“ – Der Stolz der Dialekte

Dialekte schaffen ein Zusammengehörigkeitsgefühl und machen unseren Sprachgebrauch aus!

Am Hafen der Stadt Hamburgs entlang schlendernd, vernehme ich hier und da eine irrsinnig hohe Anzahl verschiedener Dialekte. Als Stadt mit unzähligen Touristen, die durch viele sehenswerte Attraktionen und kulturelle Highlights regelrecht angezogen werden, konnte ich dieses spannende Phänomen, das mir selbstverständlich auch schon in einigen anderen Orten, ja sogar direkt vor der Haustür, begegnet ist, mit voller Neugier und Aufmerksamkeit beobachten. Während ich einen kleinen, mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Souvenir-Shop betrete, kommt mir ein freundliches, aber bestimmtes „Moin Moin“ von den Ladenbesitzern entgegen. „Moin Moin“ mitten am Nachmittag? So ist es in Hamburg. Und es gehört zum Flair dieser Stadt dazu. Ein sprachliches Phänomen, das uns in unzähligen Gebieten, Bezirken, Dörfern, Städten und Bereichen unseres Lebens begegnet und auch immer wieder für spannende Momente in der Kommunikation sorgt – denn manchmal ist es gar nicht so einfach, einem außergewöhnlichen Dialekt im Gespräch zu folgen, wenn wir nicht ständig damit in Berührung sind und die konkrete Bedeutung der Wörter zuzuordnen wissen und die Sprachmelodie für uns nicht ganz nachvollziehbar ist. Aber genau das ist es – die Dialekte dieser Erde sind es, die unsere Sprache so vielfältig und spannend gestalten, mit Schönheit ausfüllen und ihr Kreativität zusprechen. weiterlesen “„Moin Moin“ und „Ahoi“ – Der Stolz der Dialekte”

10 Tipps, wie wir im Alltag unseren Wortschatz stets erweitern können

Tafel vor Tim Mälzers Restaurant "Bullerei" in Hamburg

Gerade jetzt – in einer Zeit,  in der soziale Netzwerke boomen, die selbstverständlich auch einen enorm positiven Einfluss auf unsere Lebensführung haben, und zu viel Reize in zu kurzer Zeit auf uns einströmen, ist es häufig nur eine Frage der Aufmerksamkeit und des Entdeckens vieler kommunikativer und mit Sprache verbundener Momente, in denen wir alle noch ein Stück weit dazu lernen und die Schönheit und Begrifflichkeiten unserer Sprache erkunden können. Ich habe euch mal zehn meiner Tipps zusammengefasst, wie ihr es schafft,  euren Wortschatz stets zu erweitern!  weiterlesen “10 Tipps, wie wir im Alltag unseren Wortschatz stets erweitern können”