Was mir meine falsche Angst vor behinderten Menschen lehrte

Durch einen steinigen Weg lernen wir uns manchmal selbst besser kennen.

Ich erinnere mich noch ganz genau – in der achten Klasse war es. Schon zum damaligen Zeitpunkt interessierte mich die logopädische Arbeit. Als die erste Woche rum war, ging ich nach Hause und war mir sicher, dass dieser Job absolut nichts – aber auch rein gar nichts für mich ist. Das entschied sich aus der Situation heraus, dass ich am Freitag der ersten Arbeitswoche den ganzen Tag in einer Schule für geistig behinderte Kinder verbrachte, die so alt waren wie ich – manche etwas älter, manche etwas jüngere, doch keiner so wie ich. Jeder wirkte auf seine Art so zerbrechlich. Selbst jetzt beim Schreiben dieser Zeilen merke ich wieder, wie spannend es ist, wie sehr man manche Augenblicke des Lebens doch so klar im Herzen und im Kopf hält, weil man sie intensiv und mit unterschiedlich facettenreichen Gefühlen erlebt hat. Ein anderes Praktikum, das ich ein Jahr später in einem Wirtschaftsunternehmen in Angriff nahm, ist mir fast nicht mehr in Erinnerung. weiterlesen “Was mir meine falsche Angst vor behinderten Menschen lehrte”

Geschafft! Glückliche Musiktherapeutin durch nebenberufliches Studium!

Als Hochzeitssängerin erlebt man die schönsten Facetten von Emotionen.

Während der letzten Woche habt ihr auf meinem Blog nichts von mir gehört, weil ich mich auf die Abschlussprüfung zur Musiktherapeutin vorbereitet habe. Dafür habe ich mir Zeit genommen und wollte mich so wenig wie möglich unter Druck setzen – naja – ihr wisst schon! Die Paradoxie, wenn man etwas absolut nicht will und es dann umso mehr in Kraft tritt. So auch mit dem Bammel vor der Prüfung. Ich habe viel gelesen, gelernt, Musik gehört, um sie zu kennen, aber auch durch Gespräche mit einer Kommilitonin noch einmal neue Erkenntnisse gewonnen und darunter vor allem, dass wohl die größte Fähigkeit darin besteht, all das, was die letzten drei Jahre der Ausbildung so von mir abverlangten und mir andererseits an wunderbaren Erfahrungen gaben, das größte Gut für die Prüfungsvorbereitung waren. So saßen wir am Saalestrand mit einem Glas Wein und philosophierten über musiktherapeutische Konzepte, über die Beziehungsgestaltung innerhalb einer therapeutischen Begegnung und natürlich auch über Komponisten, Epochen und welche Bedeutung sie in der Behandlung von Störungen im Erleben und Verhalten des Menschen als bio-psycho-sozialen Wesens haben. weiterlesen “Geschafft! Glückliche Musiktherapeutin durch nebenberufliches Studium!”

Mal ‘ne Pause einlegen

Laute(r) Gedanken legt eine kurze Lernpause ein!

Nächste Woche ist es soweit – meine Prüfungen stehen vor der Tür. Ich kann es kaum fassen, dass schon mehr als drei Jahre vergangen sind seitdem ich die nebenberufliche Ausbildung zur Musiktherapeutin begonnen habe. Bis nächsten Freitag heißt es also Lesen & Lernen und gut vorbereiten auf die Abschlussprüfung. Deshalb nehme ich mich für eine Woche mal heraus! weiterlesen “Mal ‘ne Pause einlegen”

EinBlick – Mutismus im Schnittfeld zwischen Logopädie und Musiktherapie

Musiktherapeutische Angebote bereichern die logopädische Behandlung.

Während ich derzeit an meiner Abschlussarbeit für den Abschluss zur Musiktherapeutin sitze und sich das Thema rund um Mutismus dreht, schrieb ich ein Kapitel darüber, ob Mutismus als psychosoziales oder sprachheilpädagogisches „Phänomen“ betrachtet werden sollte. Ich wollte euch gerne an meinen Gedanken teilhaben lassen und freue mich über Erfahrungen anderer Kollegen und Betroffenen!

Ich selber begleite seit über einem Jahr ein mutistisches Mädchen musiktherapeutisch und logopädisch und habe aus diesen Erfahrungen sowie aus intensiver Literaturrecherche heraus dieses Kapitel verfasst. weiterlesen “EinBlick – Mutismus im Schnittfeld zwischen Logopädie und Musiktherapie”

Eine therapeutische Beziehung sollte nicht auf Sand gebaut sein!

Paltja de Palma - eine Sandburg, die eine unglaubliche Geschichte erzählen kann.

Während langen Zeiten der Ausbildung, uns unendlich vorkommenden Vorlesungen in Fächern und Kursen, die uns scheinbar später nichts mehr nützen wollen und Hausarbeiten, die wissenschaftlich fundiert geschrieben werden sollen, vergessen wir oftmals, dass WIR als MENSCHEN und THERAPEUTEN der Wirkfaktor überhaupt innerhalb eines therapeutischen Prozesses sind. weiterlesen “Eine therapeutische Beziehung sollte nicht auf Sand gebaut sein!”