Sonntagsgedanken – wie es mir geht, was ich denke und was ich Dir wünsche

Mit dem Gesicht zur Sonne - Sonnenuntergang im Sommer 2019

Wie geht es dir im Moment? Lebst du jeden Tag mit Angst und in Unsicherheit oder lässt du die positiven Dinge Vorrang haben? Was bringt dich zum Staunen? Was schenkt dir Freude, Sicherheit und Zuversicht? Wer ist in diesen Zeiten für dich da und vor allem: hältst du in schwierigen Zeiten zu dir selbst?

 

Diese und andere Fragen schwirren mir seit Beginn der sich zuspitzenden Lage bezüglich der COVID-19 Situation in meinem Kopf herum und lassen mich in einigen Nächten entweder nur kurz oder absolut gar nicht zur Ruhe kommen. Ich bin ein sehr positiver Mensch und gehe genau mit dieser Einstellung seit Jahren durch mein Leben, um in vielen Momenten, durch die wir Menschen eben auch einfach mal durchmüssen, nicht komplett die Fassung zu verlieren. Und ganz ehrlich: eine positive Einstellung zum Leben zu haben, bringt dir manchmal nicht viele Freunde, weil sie meinen, du denkst nur an dich, wenn du dich von ihnen wegen ihrer negativen Lebenseinstellung distanzierst. Aber es zeigt dir immer und immer wieder, wer die Menschen sind, die eben an deiner Seite bleiben. Denn genau diese wissen, dass du versuchst, aus jeder Situation das Beste für alle herauszuholen und sie hinter all dem Lächeln eben auch deine Zweifel und Ängste sehen, die sich in den kleinsten Poren deiner Zellen befinden. Auch in dieser Situation versuche ich jeden Tag das Positive hervorzuheben und daran festzuhalten, was mein Leben und meine Tage bereichert. Und dabei fällt mir manchmal gar nicht auf, an welchen Tagen sich die Sonne vor dem Fenster gar nicht blicken lässt. Denn wenn ich mich darüber beschwere, dann ändert sich das Wetter ja irgendwie trotzdem auch nicht. Doch als ich heute früh aufgewacht bin, war ich umso dankbarer darüber, dass die Sonne mir ins Gesicht schien und uns ein schöner Tag bevorsteht, den wir zwar zu Hause auf der Couch oder auf dem Balkon verbringen sollten, aber dafür mit guten Gedanken daran, was es bedeutet, vielleicht etwas mehr Zeit zu haben für die Dinge, die man schon längst wieder machen wollte.

Ganz ehrlich – natürlich geht es mir mit der Situation so wie allen Anderen da draußen. In mir schürt Unsicherheit. Wie wird es weitergehen? Was kann ich genau in diesen Momenten tun, um mein Business voranzubringen, das gerade etwas auf der Strecke bleibt? Du fragst dich, warum das so ist? Ich erkläre es dir. Durch meine freiberufliche Tätigkeit als Musiktherapeutin fallen gerade alle Kurse, Seminare und Musiktherapiestunden aus. Die Schulen in Thüringen haben geschlossen, darunter auch die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, in der ich einen Tag in der Woche als Musiktherapeutin arbeite. Mein Kindermusikkurs„Musik mit allen Sinnen“ muss ausfallen, weil auch die Einrichtungen geschlossen werden, in denen sich Kinder am Nachmittag treffen können. Mein DrumsAlive® Kurs, den ich donnerstags am Abend gebe, fällt aus, weil wir nicht mehr gemeinsam Sport machen können. Bereits ein Seminar, das ich in Jena, in der Lebenshilfe im April halten sollte, wurde abgesagt. Ein Patient, der wöchentlich zu mir zur Musiktherapie kommt, hat vorerst abgesagt, weil er sich unsicher ist. Und, weil er den Empfehlungen folgt, lieber zu Hause zu bleiben. Und das ist richtig so. Die harte Wahrheit ist, dass ich gerade absolut keine Einnahmen aus meiner freiberuflichen Tätigkeit habe. Was nicht wegfällt? Mein Onlinekurs auf memole® sowie das Angebot an Dich, bei mir einige Basics auf der Gitarre via Zoom, Teamviewer oder Skype zu lernen. Ich kenne viele Erzieher und auch Logopäden / Ergotherapeuten, die gern ein paar einfache Griffe auf der Gitarre können würden, aber sich bisher noch nie die Möglichkeit ergab. Weshalb also nicht gerade jetzt? In diesem Moment? Das Ziel ist nicht, am Ende ein Profi auf der Gitarre zu sein und damit auf der Bühne die tollsten Gitarrensoli hinzulegen. Nein – du sollst dich am Ende unserer Übungseinheiten sicher fühlen, ein paar einfache Kinderlieder begleiten zu können, ein Begrüßungs- oder Abschlusslied auf Gitarre spielen zu können oder einfach dein Wissen auffrischen. Wenn du magst, dann melde dich gern über das Kontaktformular bei mir. Ich würde mich riesig freuen und ja, du würdest mich damit unterstützen! Und ich, ich dich auch. Ich möchte mehr Musik in die Welt bringen und vor allem in den Alltag von Erziehern und Therapeuten. Wir könnten gemeinsam ein Stück dazu beitragen!

Zur Zeit versuche ich, einen klaren Kopf zu behalten, mich mit dem Thema Video- bzw. Teletherapie zu beschäftigen, da wir Logopäden ja nun die Möglichkeit bekommen, uns damit auseinander zu setzen und unsere Patienten online zu behandeln. Das funktioniert natürlich nicht mit allen Störungsbildern und bedarf Wissen, Vorbereitung und kreativen Ideen. Kennst du die Sache mit der Kreativität? Mir geht es im Moment so, dass ich eigentlich durch das Wegfallen vieler Therapien und Kurse genügend Zeit hätte, kreativ zu werden. Doch meine Gedanken sind vielmehr bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation, bei der Sorge um Freunde und Familie und beim Finden von Alternativen zu meinen Seminaren und Kursen, die im Moment nicht stattfinden können. Wieder einmal merke ich, dass es einen freien und klaren Kopf für frische, kreative Einfälle braucht. Manchmal helfen mir wirklich die Instagram- oder Facebookposts von anderen kreativen Köpfen, die sich ihre Strategien entwickeln, um kreativ zu bleiben. Aber die meiste Zeit dreht sich das Kopfkarussel darum, wie es wohl nach der Krise weitergehen wird. Ich bin mir sicher, dass für meine Seminare ein Ersatztermin gefunden werden kann, dass ich in der Schule wieder mit Frohsinn und Freude Musiktherapie anbieten kann und die bisherigen Anmeldungen für den neuen Musikkurs weiterhin bestehen bleiben. Ich freue mich auf das, was kommt, auch wenn ich zur Zeit manchmal nicht weiß, wie es am besten gelingt, nicht durchzudrehen.

Für dich wünsche ich mir, dass es dir gut geht, du Menschen um dich herum hast, die dich unterstützen, dir Halt geben und ein liebes Wort für dich übrig haben. Ich wünsche dir die Sicherheit, ein Dach über dem Kopf zu haben, für dich und deine Familie vorgesorgt zu haben und die Vernunft, jetzt auf deine ganz persönlichen Bedürfnisse wie Urlaub, Konzerte und Partys zu verzichten. Für all das wird bald wieder Zeit sein. Unsere Aufgabe ist es gerade, zu Hause zu bleiben und damit uns, unseren Mitmenschen und der Gesellschaft zu helfen. Wenn wir uns überlegen, dass unsere Großeltern aufgefordert wurden, in den Krieg zu ziehen, dann ist unsere Aufforderung, auf der Couch sitzen zu bleiben, doch wohl wirklich machbar, oder?

 

Wie ich dir in diesen Zeiten helfen kann? Wir können über die modernen Medien musizieren, ich kann dich online weiterbilden oder dir ein paar Basics auf der Gitarre für deine Therapien beibringen. Wäre das nicht cool? Ich glaub schon! Ich freu mich auf Dich!

 

Bis dahin: bleib gesund, pass auf dich und deine Mitmenschen auf und hab Freude an den kleinen Dingen des Lebens, die oft größer sind, als wir denken!

 

Deine Maria

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