DIY – Stäbchenspiel

Du hast auch manchmal die Nase voll von „S.O.S Affenalarm“? {Werbung} Ich kann dich gut verstehen! Eigentlich liebe ich ja dieses Spiel, aber es gibt Tage, an denen ich auch gern eine andere Alternative dazu hätte. Also habe ich mich nach Alltagsgegenständen umgesehen, aus denen ein ähnliches Spiel entstehen kann. Übrigens passt das auch gut in deine Tasche, wenn du das Spiel mal in einer Einrichtung nutzen möchtest.

Was du brauchst:
  • Strohhalme oder Stäbe
  • Küchenutensilienhalter
  • Bunte Pompoms
  • Farbwürfel mit den Farben deiner Stäbe

 

 

Wie du dein neues Therapiematerial zusammenbaust:

Du kannst es natürlich schon vorbereiten und die Stäbe einfädeln oder du erledigst das gemeinsam mit deinem Therapiekind. Anschließend werden die Pompons auf die Stäbe gelegt. Fertig! Ganz schön schnell zusammengebaut, oder? Ich finde es toll und eine gute Alternative zu einigen anderen Stabspielen.

 

Was noch wichtig ist:

Mir selbst ist aufgefallen, dass eher große Pompons ziemlich lange im Spiel liegen bleiben und dass man ihnen gar nicht richtig beim Fallen zusehen kann. Mein Tipp also: nimm dir kleine Pompons (oder vergleichbares Material zum Befüllen). Der Küchenutensilienhalter muss etwas festgehalten werden, wenn die Strohhalme rausgezogen werden – ich kann mir vorstellen, dass du diese Schwierigkeit bei Holz- oder Plastestäben nicht haben wirst. Probier es einfach mal aus! Einigt euch vor dem Spiel, ob ihr das Spiel am Ende gemeinsam gewinnt oder welche Spielregeln es gibt.

 

 

Therapieideen:
  • Besonders gut eignet sich das Stabspiel natürlich für die Anbahnung und Stabilisierung des -s-Lautes, da die Stäbe in Richtung des Körpers herausgezogen werden können. Während also das Stäbchen körperwärts herausgezogen wird, wird ein -s- gesprochen (Du entscheidest, ob gerade das stimmhafte oder das stimmlose -s- geübt wird)
  • Nutze das Spiel für das Training auf Silbenebene verschiedener Laute. Ein möglicher Spruch vor dem Ziehen könnte sein „Ki Ka Ku – jetzt bist du“ oder „Fi Fa Fan – meine Farbe ist jetzt dran“ oder „Schi Scha Schall – gleich fällt der Ball“. Aber da bist du sicher selbst kreativ und findest noch ein paar Reimsprüche, die zur aktuellen Therapiestunde passen
  • Auditive Differenzierung – Nimm dir Stäbe in drei unterschiedlichen Farben. Lege vorher mit deinem Therapiekind fest, welche Farbe für welches Geräusch steht (z.B. gelb für -s-, blau für -sch- und pink für -ch1-). Das Kind soll gut zuhören, wenn du einen Laut sprichst und zieht dann den jeweiligen farbigen Stab heraus.
  • Wortebene – Nehmt euch Bildkarten mit dem jeweiligen Übungslaut, legt sie neben das Spiel und dreht ein Bild herum. Anschließend wird gewürfelt und der jeweilige Stab aus dem „Turm“ herausgezogen.
  • Mundmotorik – Nach jeder Mundmotorikübung kann ein Stab herausgezogen werden. Eignet sich supergut, um direkt auf die Zungenruhelage und den Mundschluss zu achten.
  • Rätselzeit – Such dir ein Rätsel zur Reimergänzung, zur Identifikation eines Lautes oder zum Sprachverständnis heraus. Nach dem Beantworten der Frage / dem Lösen des Rätsels kann ein Stäbchen herausgezogen werden.
  • Wortschatzarbeit – „Alles, was rot ist“ oder „Alles, was rund ist“ – lass dir Dinge benennen, die dem Kind einfallen. Für jedes genannte Wort darf ein Stab herausgezogen werden. Mal sehen, wer von euch beiden am Ende mehr Stäbe vor sich liegen hat (da müsstet ihr natürlich ein paar mehr Stäbe nutzen und/oder den Turm immer mal wieder zwischendurch auffüllen)

 

DIY Stäbchenspiel für die Logopädiestunde

 

Sicher hast du noch einige andere Ideen zur Umsetzung – teil sie gern mit den Lesern in den Kommentaren!

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