Sommerzeit – Ein Sommergedicht für Kinder

Rote Erdbeere in grüner Wiese versteckt

Seit ein paar Tagen sitze ich täglich im Garten und genieße die Zeit, in der ich wieder bis in die späten Abendstunden unter freiem Himmel sitzen kann, das Abendessen nach draußen verlege und den Klängen der Natur lausche. Neben meinen Füßen hoppeln meine zwei Zwergkaninchen auf der Wiese und spielen miteinander. Ich sehe die ersten Erdbeeren an ihren Sträuchern hängen, esse frisch gepflückten Schnittsalat und lausche dem Wasser des Baches, der vor dem Gartentor fließt. Erst heute ist eine Amsel einer kleinen Bachstelze hinterher gerannt, eine andere ihrer Art flog darüber hinweg, um dann doch wieder umzudrehen und beim Spiel mitzutanzen. Was für ein herrlicher Sommertag, was für eine herrliche Natur. Als ich diesem Spektakel zusah und mich wieder daran erfreute, wie faszinierend es ist, all das aufschnappen zu können, schrieb ich ein paar Zeilen über den Sommer und finde, dass sich mein kleines Gedicht gut in die Sprachförderung und auch in die logopädische Übungsbehandlung einbinden lässt. Aber, lest einfach selbst. Unter dem Gedicht findet ihr ein paar themenbezogene Anregungen für die Kindersprachtherapie.

 

Sommerzeit

 

Sommerwiese, Blumenduft,
Schmetterlinge in der Luft
flattern übers Blütenmeer
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Erdbeerrot und himmelblau,
Blumen stellen sich zur Schau.
Apfelschorle ratzfatz leer
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Schoko- und Vanilleeis,
auch FrozenYoghurt schmeckt ganz nice. (Variante: draußen ist es ganz schön heiß)

Oh, wer von uns schafft denn wohl mehr?
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Barfuß durch den Sand spazier’n
Am Tage schwitzen, abends frier’n.
Sandburg bau‘n am warmen Meer,
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Himbeeren ernten, Rasen mäh’n,
Die schöne Zeit soll nie vergeh’n.
Verreisen mit dem Teddybär,
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Nachts ganz gespannt die Sterne zählen
Das schönste Sommerkleid auswählen.
Ich trag es bei der Hitze ganz legere.
Das mag ich am Sommer sehr.

 

Bunte Fotoalben betrachten,
wie wir im vergangenen Sommer lachten!
Es ist, als ist es nicht lang her.
Das mag ich am Sommer sehr.

(Autorin: Maria Grohmann)

 

Hier ein paar Ideen zur Umsetzung:
  • Moosgummiblumen oder -sonnen mit dem Strohhalm ansaugen und eine Sommerwiese basteln
  • Grüne Stängel auf ein Blatt Papier malen, anschließend Watte darauf pusten und eine Pusteblume zaubern
  • Therapie im Freien – Nimm dir eine Decke und setzt euch raus. Schließt mal die Augen und nehmt Klänge, Geräusche und körperliche Empfindungen (z.B. Wind, Sonne, Hitze, Schwitzen) wahr
  • Das Gedicht eignet sich gut für das Training des -s-Lautes
  • Reimwörter weglassen und vom Kind ergänzen lassen
  • Ballspiel trifft Wortfindung: Welche Sommerwörter fallen Dir ein? Was ist typisch für den Sommer? Was machst du am liebsten, wenn es warm ist?
  • Auditive Aufmerksamkeit: Bilder ausdrucken, die im Gedicht vorkommen und dann zeigen lassen, wenn das Wort im Gedicht gefallen ist
  • Hör-Merk-Spanne: Nachsprechen lassen des Gedichtes, gerne auch zusätzlich mit einem Rhythmusinstrument oder auf einem Trampolin
  • Lied singen „Lachend kommt der Sommer über das Feld“
  • Eine sommerliche Klanggeschichte mit leicht spielbaren Instrumenten einbauen
  • Mundmotorikübungen mit Blumenkarten – dafür malst du dir Blumengesichter und jedes Gesicht bekommt eine andere Zungenübung angemalt
  • Den letzten Satz des Gedichtes das Kind sprechen lassen (es ist ja immer derselbe Satz)
  • Erinner‘ Dich! – Welche Dinge kamen im Gedicht vor? Mal ein Bild dazu!

 

 

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