Hallo Welt. Hallo Herbst. Hallo Gedanken.

Wandern im Salzburger Land.

So lange habe ich ihn nicht mehr mit Worten gefüllt, meinen Blog. Doch jetzt ist es soweit und ihr hört wieder mehr von mir. Ich glaube, manchmal geschehen Dinge im Leben, von denen du nicht weißt, wie du mit ihnen umgehen sollst. Dann drehen sich deine Gedanken wie auf dem schnellsten Karussell, das du je gesehen hast und mal schwebst du hier, mal schwebst du dort – doch all das, was in deinem Kopf herumflattert, bekommst du nicht sortiert. Ich habe mich gefragt, wie ich das eine oder andere Gedankenchaos sortiert bekomme, um euch einen guten Text daraus zu schenken. Bis zum heutigen Zeitpunkt habe ich das nicht geschafft. Doch genau jetzt, wenn der Herbst den Blättern die schönsten Farben schenkt, der Wind noch einmal alles aufwirbelt und für neue Frische sorgt und der eine oder andere Regentag Zeit lässt, mit einem heißen Kakao auf der Couch zu sitzen und einfach ein bisschen „Ich-Zeit“ zu genießen – genau jetzt ist es Zeit, mein Gedankentagebuch mit neuem Stoff zu füllen, wie man so schön sagt.

Findet ihr nicht auch, dass der Herbst eine unglaubliche Magie besitzt? Ich schätze es, dass wir mit den Jahreszeiten leben und eine Fülle an Naturwundern in ihnen bestaunen können. Ein langer und wunderschöner Sommer liegt hinter uns. Ich finde, wir können uns schon auch mal über den einen oder anderen Regentropfen freuen und über das Gefühl, wieder am Kamin zu sitzen, Drachen steigen lassen zu können, sonntags im Bett zu faulenzen, Kastanienmännchen zu basteln, Blätter zu sammeln und Bücher zu lesen, bis wir dabei einschlafen. Na gut – ich gebe zu, dass ich wohl auch einer dieser Menschen bin, denen es wirklich schwer fällt, mal wirklich nichts zu tun und sich diesen einfachen, dafür wunderbaren Dingen hinzugeben ohne das Gefühl im Nacken zu haben, dass da doch noch einige Dinge auf der To-Do-List stehen. Aber es gelingt mir besser, je mehr ich verstehe, dass wir das Leben nur einmal leben und uns kein Moment des Lebens noch einmal geschenkt wird. Ist euch das bewusst? Der Regen, der dir heute den gemütlichsten Abend verschönern kann, weil die Tropfen auf das Fenster klopfen, nervt dich vielleicht morgen schon wieder, weil du raus musst und deinen Schirm vergessen hast. Der Wind, der heute die Kraft und Leichtigkeit hat, deinen bunten Drachen in die Lüfte steigen zu lassen, richtet vielleicht morgen Schäden an. Also genieß ihn genau so, wie du ihn gerade wahrnimmst. Genau jetzt in diesem Moment.

Genauso wie ich auch genau jetzt diesen Moment für mich nehme, um wieder zu schreiben. So, wie ich genieße, dass das Blatt gefüllt wird von schwarzen Buchstaben, die so gemeint sind, wie sie eben hier stehen. Und manchmal brauchst du eine längere Pause, einen Anlauf, um dann wieder größere Schritte zu wagen und um deine Aktivität zu stärken. Vielleicht habe ich auch genau diese Pause gebraucht, die ich meinem Blog seit August gegönnt habe, um neuen Schwung zu nehmen. Nicht, dass ihr denkt, es sei in der Zeit nichts passiert. Einige Projekte standen auf dem Plan, die nicht länger warten konnten und neue Ideen wurden erschafft – wovon ihr sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten noch einiges mehr erfahren werdet. Eine kleine Blogauszeit, die sich gelohnt hat.

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