Sprachförderung mit Wasser und Eis – 10 Spielideen

Eiswürfel im Glas schmelzen in der Sonne.

„36 Grad und es wird noch heißer.“ – gerade bei diesem Wetter macht es nicht nur den Kids Spaß, im Wasser zu plantschen, zu toben, zu spielen und Neues auszuprobieren. Auch wir Erwachsenen erfreuen uns über jedes bisschen Abkühlung, das uns dieser wunderbare Sommer zu bieten hat. Wie ihr Wasser und Eiswürfel in eure logopädische Übungsbehandlung und in die Sprachförderung einbauen könnt, erfahrt ihr genau jetzt und hier! Viel Spaß!

 

10 Sprachförderideen mit Wasser und Eis

 

Tiere aus dem Wasser fischen

Dazu benötigt ihr Schleichtiere (oder andere). Die Tiere werden in eine Schüssel mit Wasser gelegt und dann abwechselnd herausgezogen und benannt. Als Tipp zur Sprachförderung können die Silben der Tiernamen geklatscht werden, Geräusche imitiert werden, Futter den Tieren zugeordnet werden oder eine Zuordnung zu den unterschiedlichen Lebensräumen der Tiere getroffen werden. Möglich ist natürlich auch, dass man anschließend Präpositionen mit den gefischten Tieren übt, in dem die Tiere aufeinander / nebeneinander / voreinander / zwischen andere Tiere usw. gestellt werden können. Möglich ist auch, zu einigen Tiernamen Reimwörter zu finden. Seht euch dazu auch gern mein Tier-Reimgedicht an!

 

Was schwimmt? Was sinkt?

Legt euch verschiedene Materialien bereit, die in eine Schüssel mit Wasser getaucht werden können. Gemeinsam werden die Dinge benannt und bevor sie ins Wasser gelangen, wird überlegt, ob es schwimmen kann oder ob es sinken wird. Besonders gut für die Lautbildung des /sch/-Lautes („Ich glaube, es schwimmt“) und für den /s/-Laut („Es sinkt.“). Hier wird außerdem der Wortschatz erweitert und man kann das ganze als Satzbildungsübung nutzen, in dem entweder ein festgelegter Satz gesprochen wird oder sich zu jedem Gegenstand eine Eigenschaft überlegt wird, die mittels eines Satzes benannt wird.

 

Eiswürfel-Fingerspiel

Bei diesen Temperaturen lieben nicht nur Kinder Eiswürfel. Und es gibt hunderte Formen von ihnen, die zum Spielen einladen. Wie wäre es denn damit, ein Fingerspiel (das kann ein Bekanntes sein) mit einem Eiswürfel zu unterstützen, der dann an den Fingern lang wandert? Das macht nicht nur Spaß, sondern fördert gleichzeitig die Wahrnehmung.

 

Eis auf der Zunge

Dasselbe wie beim Fingerspiel geht natürlich auch intraoral (im Mundraum). Natürlich nutzen wir Sprachtherapeuten diese Methode nicht nur im Sommer, aber gerade jetzt macht es den kleinen Patienten doch noch viel mehr Freude, ein bisschen damit zu spielen. Entweder nehmt ihr dafür kleine Eisstäbchen oder Eisspray, das ihr auf einen Watteträger sprühen könnt. Dann gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten:

  • Förderung der Mundraumwahrnehmung: Wie oft wurde auf die Zunge getippt? Wo wurde das Eisstäbchen wahrgenommen? Wurde getippt oder gestrichen?
  • Mund- und Zungenmotorik: der intraoralen Stimulation folgt eine Übung – also: zuerst mit dem Eisstäbchen im Mundraum entlang fahren oder tippen und dann den Muskel zur Bewegung anregen.

Übrigens: viel lustiger wird es, wenn die Kids auch mal bei uns „icen“ dürfen. Da kennt ja jeder seine Pappenheimer und weiß, bei wem er es zulässt und wo Vorsicht geboten ist! Viel Spaß! (Natürlich mit einem neuen Stäbchen!!!!)

 

Enten pusten

Kleine oder große Plastik- oder Gummienten werden auf die Wasseroberfläche gesetzt und dann hin und her gepustet. Das geht selbstverständlich auch mit Papier- oder Plastikschiffen. Zum Pusten kann gerne auch ein Strohhalm genutzt werden. Außerdem kann dieses Spiel mit einer Mundmotorikübung verknüpft werden, in dem z.B. vor jedem neuen Pusten eine Mundmotorikkarte umgedreht und ausgeführt wird. Lautspezifisch ist es natürlich auch möglich, eine Bildkarte mit dem Ziellaut aufzudecken und zu benennen.

 

Kleine Bälle fischen

Ihr braucht kleine Bälle oder Murmeln und ein (Tee)Sieb. Die Bälle werden in das Wasser gelegt und anschließend mit dem Sieb herausgefischt. Dabei kann die Zungenruhelage und der Mundschluss trainiert werden und außerdem werden feinmotorische Leistungen gefördert.

 

Fußangel

Für dieses Spiel braucht ihr etwas mehr Platz. Vielleicht hat eure Praxis auch einen Garten oder eine Terrasse  – dann solltet ihr diese nutzen. Eine große Schüssel voll Wasser wird gefüllt mit Gegenständen, die anschließend mit den Füßen geangelt werden. Dient der Wortschatzerweiterung, der Benennung und natürlich dem Greifreflex der Füße.

 

Puppenwäsche waschen

Sucht euch eine Schüssel, Puppenkleidung, eine Wäscheleine und ein paar Klammern. Gemeinsam mit dem Kind könnt ihr in einer Schüssel die Puppenkleidung waschen,  auswringen und anschließend auf die Wäscheleine hängen. Für welchen Laut, als für /sch/ eignet sich diese Übung besser? Mögliche Sätze wären „Ich wasche Wäsche.“, „Ich habe die blaue Hose gewaschen.“, „Ich hänge das Kleid auf die Wäscheleine.“ usw. Auch hier werden gleichermaßen feinmotorische Fähigkeiten trainiert und der Mundschluss kann beachtet werden.

 

Angelspiel

Wie ein herkömmliches Holzangelspiel kann gerade im Sommer ein Angelspiel in einer Wasserschüssel noch mehr Spaß machen. Hierfür werden Plastikfische (die gibt es meistens in einem Angelspiel) in das Wasser gelegt und geangelt. Dabei könnte das bekannte Gedicht von den „5 kleinen Fischen“ gesprochen werden und bei jedem geangelten Fisch ein Zielsatz formuliert werden. Das hängt ganz von der Dyslalie ab, die das Kind aufzeigt.

 

Praxisspiele säubern

Haha – praktisch, oder? Dinge, die im Wasser gesäubert werden können, werden gemeinsam mit dem Kind in eine Schüssel gelegt. Ihr könnt etwas Spülmittel hinzugeben, um Spielfiguren, Würfel & Co. mal wieder zum Glänzen zu bringen. Handlungsbegleitetes Sprechen und Wortschatzerweiterung lassen sich hier mit dem Praktischen verbinden. Anschließend können die Gegenstände mit einem Tuch getrocknet werden. Außerdem können die Farben, die Form und die Größe beschrieben werden.

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