Sommer – Sonne – Sprachförderung

Im Garten kann man unheimlich viele schöne Dinge beobachten und die Sprache fördern.

War das nicht ein unglaublicher toller Tag heute? Die Sonne hat ihr bestes gegeben, alles grünt und blüht, wohin das Auge reicht und am Himmel war keine Regenwolke zu sehen. So fühlt sich ein richtiger Frühlingstag an, der wohl schon sommerähnlich zu uns kam. Die nächsten Tage versprechen dasselbe wunderbare Wetter und darauf können wir uns schon jetzt freuen. Für mich hat so ein Tag so viele kleine Wunder zu bieten – jedenfalls, wenn der Blick nicht starr in eine Richtung reicht, sondern immer Zeit bleibt, um nach links und rechts vom Weg zu schauen und das zu erleben, was uns die Natur schenkt. Als ich meinen Nachmittag heute im Garten verbrachte, dachte ich sofort an diesen Blogbeitrag, den ihr nun jetzt zu lesen bekommt – nämlich eine wissenswerte und kreative Zusammenfassung darüber, welche Kraft unsere Natur hat, Sprache zu fördern. Ja okay, es ist natürlich nicht die Natur selbst, die den Kids und auch uns Erwachsenen immer wieder neuen Input bietet und uns auffordert, mit ihr zu sprechen. Aber sie gibt uns Impulse, Ideen, Gedanken, neue Worte, Gelegenheiten und Bilder, die unseren Reichtum an Sprache vergrößern können. Dazu gingen mir einige Momente durch den Kopf, wie besonders Kinder sprachlich davon profitieren, sich mit der Natur und all dem, was sie bereit hält, auseinanderzusetzen. Einige Beispiele, die mir in den Sinn schossen, möchte ich gern mit euch teilen:

 

„A walk in the park“

Spaziergänge durch den Park bieten uns die Möglichkeit, der Natur auf die Spur zu kommen. Es raschelt mal hier, im Gras hüpft das eine oder andere Tier und die Kinder können unterschiedliche Arten von Flora und Fauna entdecken. Gerade bei sommerlichen Temperaturen bietet es sich an, barfuß über die Wiese zu laufen (in manchen Parkanlagen befindet sich auch ein Barfußpfad) und sich selbst zu spüren – natürlich auch im Unterschied zu anderen Untergründen. Übrigens: es eignet sich hier auch der Umgang mit Verben, schließlich kann man durch den Park hüpfen, laufen, klettern, kriechen, rennen, schleichen, stampfen, krabbeln usw.

 

Zoobesuch

Wo können wir mehr Tiere kennen lernen als in einem Zoo? Jetzt, wenn es wieder warm wird, sind Zoobesuche bei den Kleinen ein absoluter Hit. Um Sprachförderung anzuregen braucht es hier gar nicht viel: Tiere benennen und deren typischen Geräusche nachahmen, Eigenschaften bzgl. des Aussehens und der Nahrung benennen, ursprüngliche natürliche Lebensumgebung besprechen. All das sind Dinge, die zur Selbstverständlichkeit werden sollten und über die es viel zu erzählen gibt, wie ich finde. Viele Zoos verfügen über einen Streichelzoo – so können manche Tiere erfühlt und gefüttert werden. Großes Plus: im Morgenkreis gibt es jede Menge vom Ausflug zu berichten.

 

Ein Tag im Garten

Ich habe heute einen Gartentag eingelegt und es genossen, wie die Blumen blühen und in die Beete in vollster Farbenpracht leuchten. Welche Farben gibt es zu entdecken – gibt es Blumen, die eine typische Farbe haben? Welche Bäume tragen ihre Blüten zur Zeit und wie riechen sie? Das sind nur wenige Beispiele, mit den Kids einen Sprachspaziergang durch den Garten zu unternehmen. Gemeinsam kann überlegt werden, welche Arbeiten im Garten zu erledigen sind, bevor wir uns dann in einem ordentlichen Garten ausruhen können – da fallen mir Verben ein wie umgraben, pflanzen, Unkraut jäten, kehren, gießen, umtopfen, Rasen mähen, düngen usw. In vielen Gärten wird Obst und Gemüse angebaut – doch was gehört eigentlich alles zum Obst, was gehört zum Gemüse? Passend heute war übrigens, dass ich gleich am Gartentisch die „Sonntagswerbung“ angeschaut habe – dort finden sich ja ebenfalls Möglichkeiten, Obst und Gemüse zu entdecken – das kann man gut verbinden. Außerdem ist der Garten ein guter Platz zur Förderung der Hörwahrnehmung (und das nicht nur für Kinder) – wenn wir uns Zeit nehmen, um mal genau zu lauschen, hören wir Geräusche, die da plötzlich aus unterschiedlichen Ecken zu uns gelangen. Das ist echt spannend.

 

Sonniger Stadtbummel

Auch in großen und kleinen Städten gibt es viel zu entdecken, worüber gesprochen werden kann. Da gibt es Geschäfte, in denen unterschiedliche Dinge gekauft werden können und es gibt Menschen, die uns entgegen kommen und die wir beschreiben können – was macht die Frau, die uns entgegen kommt? Wohin fährt der Junge mit dem Dreirad? Wie eine Art Wimmelbuch ist das Treiben einer Stadt – bloß in Live & Farbe, wie man so schön sagt. Sommerliche Temperaturen laden uns ein, eine Kugel Eis zu schlecken – welche Sorten gibt es? Nach dem Eisschlecken können wir auf den Spielplatz gehen und uns austoben. Dort finden sich immer andere Kinder, mit denen wir erzählen können und unserer Fantasie freien Lauf lassen können.

 

Ein Tag am See

Und wer keine Lust auf Jubel, Trubel, Heiterkeit hat, der verbringt seinen sonnigen Tag vielleicht an einem idyllisch gelegenen See. Da gibt es übrigens auch vielfache Möglichkeiten, dem Sprachschatz der Kinder etwas auf die Sprünge zu helfen. Was haltet ihr von einem Reimspiel mit Wörtern, die sich rund um den See finden lassen? Mir sind dazu folgende Wörter eingefallen, auf die sich jeweils mindestens ein Reimwort finden lässt:

Decke, Liege, Sand, See, Eis, baden, Sonne, Wiese, Wind, Meer, Boot, Welle

Super hier ist sind auch Spiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder „Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“. Es können sich auch hier wieder Eigenschaften für Dinge überlegt werden ebenso wie Tätigkeiten, welche die Leute rund herum tun.

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