Online bequem Fortbildungen finden und Wissenswertes lernen – im Gespräch mit Silke Bernhardt

Silke Bernhardt gründete den Fortbildungsfinder sowie die Online-Akademie memole

Laptop, Tablet und Smartphones sind mittlerweile unsere ständigen Wegbegleiter und ich muss schon zugeben, dass unser Zeitgeist es uns schwer macht, nicht mit dem technischen Fortschritt mitzugehen. Silke Bernhardt von der memole®Online-Akademie hat sich genau diesen Fakt zur Leidenschaft gemacht – auf ihrer medizinisch-therapeutischen Plattform bietet sie Therapeuten/innen die Möglichkeit, von jedem Ort der Welt aus zu lernen – sei es die gemütliche Couch im heimischen Wohnzimmer oder der feinste Sandstrand in der Karibik. Schon ganz bald könnt ihr auf meinem Blog noch mehr spannende Facts und die wichtigsten Informationen über memole® lesen. Doch bis dahin habt ihr nun die Möglichkeit, im Interview mit Begründerin Silke Bernhardt zu schmökern.

 


Laute(r) Gedanken fragt nach – Silke Bernhardt vom Fortbildungsfinder antwortet


 

 

L O G O P Ä D I E – wofür stehen die einzelnen Buchstaben? Überleg dir für jeden der Anfangsbuchstaben ein passendes Wort!

 

L – Lottopädin. „Hallo Lottopädin! Ich bin dein Hauptgewinn“ So wurde mal eine Kollegin begrüßt

O – Obertongesang. interessant

G – Geriatrie. wichtig

O – Oper. sollte ich mal wieder hingehen. Hier in Berlin gibts wirklich unendlich viele Angebote

P – Patient. der steht im Mittelpunkt

Ä – Äpfel. für die Dysphagietherapie oder vielleicht doch lieber Ärztinnen und Ärzte?

D – digital. mein Stichwort! meine Leidenschaft! Und das versuche ich ein bisschen in die Logopädie einzubringen

I – Idealismus. Im Moment ist von den Kolleginnen und Kollegen viel Idealismus gefordert,

denn die Arbeitsbedingungen sind nicht günstig.

E – Erfolg!

 

Dein ‚Baby“ ist der Fortbildungsfinder. Beschreibe uns doch, worum es dabei geht!

 

Auf der Online Plattform Fortbildungsfinder können Therapeuten (Logopäden,
Ergotherapeuten und Physiotherapeuten) die passende Fortbildung finden. Du suchst ja
meistens etwas ganz Bestimmtes. Ein Weiterbildungsthema, das dich in deiner Arbeit und
deiner persönlichen Entwicklung weiterbringt. Zusätzlich kannst du auch nach dem
Veranstaltungsort suchen. Das ist ja auch nicht unwichtig.
Wenn du eine passende Fortbildung gefunden hast, kannst du gleich eine unverbindliche
Buchungsanfrage an den Veranstalter stellen. Das ist praktisch!
Das Eintragen der Seminare ist für die Veranstalter kostenpflichtig. Die Therapeuten
nutzen ihn natürlich umsonst.
Den Fortbildungsfinder gibt es bereits seit 2013- und er war die erste Plattform dieser Art 😉
Schon nach einem halben Jahr gab es Copy-Cats. Das ist ein starkes Kompliment!
Mittlerweile ist der Fortbildungsfinder eine etablierte Größe auf dem Fortbildungsmarkt. Wir
haben etwa 3000 Veranstaltungen von 50 verschiedenen Veranstaltern. Das ist wirklich toll,
denn so haben Therapeuten eine große Auswahl und können das Beste für sich persönlich raussuchen.

 

 

 

Fortbildungen für Logopäde, Ergo- und Physiotherapeuten beim Fortbildungsfinder entdecken.

 

 

Du hast dich bewusst dafür entschieden, die Arbeit als niedergelassene Logopädin für die Arbeit beim Fortbildungsfinder zurückzustellen – wie kam es dazu?

 

Zwischenzeitlich habe ich auf dem Land (also so richtig ländlich!) gewohnt und zwei kleine Kinder unter der Woche alleine versorgt. Da war es schlichtweg praktischer vom Schreibtisch aus zu arbeiten, als in einer Praxis. Außerdem arbeite ich sehr gerne selbständig und entwickele Projekte. Den Fortbildungsfinder habe ich dann auch alleine und erfolgreich umgesetzt.

 

Durch deine Plattform hast du Kontakte zu unterschiedlichen Therapeuten – was ist so wichtig daran, sich ein Netzwerk aufzubauen? Welche Wichtigkeit hat interdisziplinäres Arbeiten für dich?

 

Interdisziplinäres Arbeiten: Ich finde interdisziplinäres Arbeiten sehr wichtig! In der Klinik war es durch die räumlichen Gegebenheiten deutlich einfacher sich abzusprechen und von einander zu lernen. Ich habe sehr gerne Therapieeinheiten mit Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten gemeinsam gestaltet. Aber auch mit der Neuropsychologin und dem Neurologen gab es eine enge Zusammenarbeit. In meiner ambulanten Praxis war der Kontakt naturgemäß deutlich schwieriger zu organisieren, aber er fand auch statt.

 

Welche logopädischen Themengebiete sind besonders spannend für dich, welche eher weniger?

 

Ganz besonders gerne arbeite ich in der Geriatrie und Neurologie. Die neurologischen Zusammenhänge finde ich sehr spannend! Außerdem gefällt mir der Bereich der Singstimme und des professionellen Stimmgebrauchs. Ich habe selbst eine kleine Singstimm-Ausbildung und habe auch schon andere Interessierte weitergebildet.

 

Seit einigen Monaten betreibst du nun die memole® Online Akademie. Das ist ganz neu für uns Therapeuten. Es ist eine Plattform für Online-Seminare. Beschreibe mir und den Lesern kurz, was dahinter steckt.

 

Selbst wenn man mithilfe des Fortbildungsfinders eine tolle Fortbildung gefunden hat, werden Veranstaltungen häufig abgesagt. Die Reise zum Veranstaltungsort zu planen kostet Geld und Mühe. Außerdem ist die Struktur und Qualität der Fortbildung nicht immer transparent dargestellt.

In der Online Akademie memole® weißt du vorher genau, was du bekommst. Zum Beispiel kannst du dich über das Konzept der Ronnie Gardiner Methode informieren. Es wird klar beschrieben, welchen Kenntnisstand du nach dem Kurs hast. (In diesem Falle: du weißt über die Grundannahmen Bescheid: Begründer, Indikation, Kontraindikation, Durchführung, Studien, Therapie, Fortbildungsmöglichkeiten). Ein weiteres großes Plus ist: Du kannst den Kurs jederzeit beginnen und jederzeit unterbrechen. Anschauen kann du den Kurs in deinem Acoount bei memole®, du brauchst also nur Laptop, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang dafür.

 

Was bedeutet eigentlich memole®?

memole ist ein Akronym. Also die Anfangsbuchstaben der Worte „Medizin mobil lernen“.

Medizin – weil ich mich nicht auf ausschließlich therapeutische Themen festlegen möchte.

Mobil – weil man die Kurse von jedem Endgerät aus abrufen kann. Also auch mobil auf dem Smartphone in der S-Bahn. Das ist doch sensationell, oder?

Lernen weil man sich auf die Schnelle „Wissen drauf schaffen“ können soll.

Ich finde ja beides hat seine Zeit: gemütlich gemeinsam zusammen Tee trinken und Fallbeispiel durchschnacken (so sagt man das im Norden) und andererseits eben: in kurzer Zeit hochwertiges Wissen aneignen. Die Zeit ist wirklich manchmal knapp.

 

Online-Seminare und Workshops finden immer mehr Anklang. Man braucht also als Therapeut nicht mehr kilometerweit fahren, um Weiterbildungen zu besuchen? Das geht jetzt alles online?

 

Genau

 

Ist memole® eine rein logopädische Weiterbildungsplattform?

 

Im Moment noch Logopädie-lastig, aber die nächsten Themen werden dann noch mehr auch Ergotherapeutinnen/ Ergotherapeuten und Physiotherapeutinnen /Physiotherapeuten ansprechen.

 

Auch auf memole® schreibst du einen Blog. Worüber werden deine Leser informiert?

 

Ich schreibe über Themen, die für uns Therapeuten relevant sind. Es gibt bereits Artikel über die aktuellen Rahmenverträge und die Datenschutzgrundverordnung. Aber natürlich auch über Therapiematerial und neueste Forschungsergebnisse. Es lohnt sich also, regelmäßig vorbeizuschauen und auch den Newsletter zu abonnieren.

 

Wenn wir einmal bei Online-Aktionen und technischem Fortschritt sind – wie ist deine Meinung über den Einsatz von Laptop, Tablet & Co. innerhalb sprachtherapeutischer Interventionen?

 

Gute Frage! Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert, weil meine Patienten bisher zu schwer betroffen waren, als dass ich dort was hätte in dieser Richtung ausprobieren können. Generell würde ich sagen: als Zusatz immer gerne gute Technik. Aber die Basis unserer guten logopädischen Arbeit ist schon der menschlich therapeutische Kontakt. Diese ganze Vorbildung des Herzens und des Geistes kann ein Rechner nicht ersetzen. Ich bin dankbar, dass meine Kinder sehr warmherzige, aufmerksame und professionelle Sigmatismustherapeutinnen hatten. Denn gerade diese Mischung macht sie so erfolgreich!

 

Wahrscheinlich sitzt du durch deinen Job ziemlich oft vor dem Laptop, Tablet oder Smartphone – wie schaffst du dir Freiräume von all dieser Technik?

 

Ich habe eine tolle Familie, die mich fordert, ablenkt und entspannt. Ich treibe regelmäßig Sport, sonst könnte ich diesen Sitzjob wohl nicht gut durchhalten. Ich singe im Chor, reise gerne nach Italien, schaue mir Handballspiele von den Füchsen in der Max-Schmeling-Halle an. Also eher ein ruhiges Leben. Das gefällt mir!

 

Logopädie in 100 Jahren – wie könnte das aussehen?

 

Therapeutinnen und Therapeuten sind sehr gut und breit ausgebildet und werden in der permanenten Weiterbildung gefördert. Sie betreuen professionell und warmherzig Patienten. Diese Tätigkeit ist von der Gesellschaft als wichtiger Dienst für Gesundheit und Sprachkultur voll anerkannt und wird gut bezahlt.

 

 

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Um noch mehr über Silkes Online-Akademie memole® zu erfahren, solltet ihr unbedingt in zwei Wochen noch einmal aufmerksam meine Beiträge verfolgen. Denn dann gibt es für euch einen Überblick darüber, was euch bei memole® erwartet und weshalb ihr es nicht versäumen solltet, diese Prinzip kennenzulernen.

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One Review

  1. Vielen lieben Dank für das Interview. Ich fand es total interessant und auch “gut zu wissen” 😉

    Ich finde gerade in diesen Therapeutenberufen ist Fortbildung immens wichtig und daher hab ich den Fortbildungsfinder auch schon mal das ein oder andere Mal genutzt.
    Jetzt bin ich total auf die online-Akademie gespannt 😀

    Was die Frage Technologie in der Logopädie angeht. Ich persönlich habe auch nicht viel Erfahrung damit gemacht und wenn nur bei Kindern. Meine Freundin und Kollegin hingegen arbeiten sehr sehr gerne Computergestützt, v. a. Was Kinder mit AVWS angeht.

    Viele liebe Grüße

    Jenny

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