(Meine) Top 10 Logopädie-Spielehits der Kids 2017

Das Spielhaus von Ravensburger lässt sich facettenreich in die logopädische Therapie einbauen.

Ein Jahr ist schon wieder vorüber. 2018 hat begonnen und bietet uns nun wieder neue Chancen und Möglichkeiten, die wir nicht verpassen sollten zu nutzen. Die Zeit zieht irgendwie immer, immer schneller an uns vorbei. Jedenfalls kommt es mir so vor. Und so dachte ich mir, dass ich einen Rückblick auf das Jahr 2017 werfe – aber nicht, wie ich es eigentlich vor hatte und euch gerne von meinen persönlichen Highlights berichten möchte, die mich besonders geprägt haben und in meinem Erinnerungsalbum wieder ein neues Puzzle hinzugefügt haben. Dafür ist noch Zeit, wenn ich im Januar dann den ersten Geburtstag meines Blogs Laute(r) Gedanken feiere. Und so verschaffe ich euch einen kurzen Überblick über die Kinderspiele, die meine kleinen Patienten in diesem Jahr besonders gerne gespielt haben, die sie auf ihrem Weg begleitet haben und die ich manchmal schon fast gar nicht mehr sehen konnte, weil sie so beliebt bei vielen Kindern waren. Doch da wir Logopäden ja in Kreativität geübt sind, gilt für uns die Herausforderung: jedes Spiel bietet uns viele Möglichkeiten, es therapeutisch zu nutzen – und schon ist die Langeweile vorbei und selbst für uns ist es interessant, neue Ideen während des Tuns zu entdecken. Also aufgepasst – hier ist meine persönliche Top 10 Liste der beliebtesten Spiele

 

1. S.O.S Affenalarm

Das feinmotorische Kinderspiel bietet jede Menge Spiel und Spaß und eignet sich wunderbar für die Anbahnung des korrekten /s/-Lautes und alles, was mit diesem zu tun hat. Dafür die farbigen Stäbe einfach mittels Daumen und Zeigefinger zum Körper hin herausziehen und dabei den Laut artikulieren. Natürlich ist es auch andersartig nutzbar: z.B. Kann ein Stab herausgezogen werden, wenn zuvor eine Karte richtig benannt wurde, ein Bild beschrieben wurde oder ein Reimwort gefunden wurde. Außerdem können Erwachsener und Kind gemeinsam Regeln aufstellen, die nicht immer gleich sein müssen. Übrigens: Das gibt es auch mit den beliebten Minions.

 

 

 

 

2. Pustekuchen

DER Spielklassiker unter uns Logopäden, oder? Pustekuchen fördert einerseits mundmotorische Fähigkeiten und lässt sich dabei variabel in der Therapie einsetzen und ist außerdem ein Spiel, das auch gern als Belohnungsspiel am Ende der Stunde eingesetzt werden kann. Die Spieldauer kann beliebig gesetzt werden – je nachdem, welche Übungen eingebunden werden oder wie viel Zeit am Ende der Therapiestunde noch bleibt. Es eignet sich, um kurze Reimsprüche zu erfinden sowie wie o.g. zur Beübung der Mund- und Zungenmotorik.

 

 

 

3. Obstgarten

Das Mitbringspiel von HABA lässt kleine und große Kinder im Wettpflücken mit dem Raben antreten. Obstsorten sowie Farben werden trainiert und durch kleine Holzchips sowie das mittig abgebildete Bild vom Raben, das durch Puzzleteile zusammengefügt werden muss, gleichermaßen die Feinmotorik. Der Würfel entscheidet, welches Obst gepflückt wird oder ob der Rabe schneller war. Eignet sich gut für Kinder, die nicht gern verlieren, da Therapeut und Kind nur gemeinsam gewinnen oder verlieren können. Logopädisch vielseitig einsetzbar, z.B.: jeder Obstsorte wird ein Laut zugeordnet, der auditiv zugeordnet werden soll oder beim Pflücken wird ein vorgegebener Satz imitiert.

 

 

 

4. Versteckt! Entdeckt?

Versteckt! Entdeckt? ist ein Memory, das die visuelle Aufmerksamkeit fördert sowie das Finden logischer Zusammenhänge und die Konzentration schult. Außerdem wird der Wortschatz erweitert. Auf einem Bild eines Pärchens ist ein Gegenstand abgebildet, das dazugehörige Bild zeigt ein Gesicht, auf dem das Einzelbild wiederzufinden ist und dann ein Gesamtbild ergibt. Spannend, auflockernd und einfach mal eine andere Art, den Klassiker zu spielen.

 

 

 

5. Tempo kleine Fische

Fische gegen Fischer in einem bunten, kleinen Spiel. Mehr dazu erfahrt ihr hier – in meiner Spielempfehlung für die logopädische Therapie.

 

 

 

 

6. Der verdrehte Sprachzoo

Geschichten erfinden und merken – darum geht es auf humorvolle und kindgerechte Art und Weise in diesem Spiel. Aus zwei unterschiedlichen Bildern werden kleine Geschichten erfunden, die witzig und fantasiereich sein können, aber auch gruselig oder real. Nur wer sich die Bilder merkt, die zusammen eine Geschichte gebildet haben, darf dem Affen helfen, die Tiere zu befreien. Der Spaß ist garantiert, Jungen und Mädchen können so viele Quatschgeschichten erzählen wie ihnen einfallen und durch eine Drehscheibe wird es erst recht nicht langweilig.

 

 

 

7. Lauter Hexerei

Die kleine Hexe kocht einen Zaubertrank in ihrem Kessel und braucht dabei die Hilfe der Spieler. Durch die unterschiedlichen Lautkarten, die sowohl auf Wortebene als auch auf Satzebene verwendet werden können werden ergänzt durch lustige Zungenbrecher und Übungen zur Identifikation schwieriger Laute. Alles handelt sich um das Thema „Hexen“ – das begeistert Jungen und Mädchen gleichermaßen.

 

 

 

8. RatzFatz in Bewegung

Wenn es im Therapieraum hüpft, lacht und rennt – dann habt ihr alles richtig gemacht. Das geht besonders gut mit RatzFatz in Bewegung, bei welchem sich die Kinder auf das Bild stellen sollen, das sie Therapeutin genannt hat oder in einer Geschichte vorgelesen hat. Wie das geht? Die Bilder sind auf große Kreise gedruckt, die auf dem Fußboden verteilt werden. Dann kann von Kreis zu Kreis gehüpft werden. Wortschatzaufbau, phonologische Bewusstheit, Ober- und Unterbegriffe sowie Satzbildung können gefördert werden.

 

 

 

9. Gruselhaus

Sicherlich kennt ihr das „Spielhaus“ (Hier lest ihr meine Spielempfehlung zu diesem Spiel) von Ravensburger? Und kennt ihr auch das Gruselhaus? Es eignet sich eher für ältere Kinder oder unsere jugendlichen Patienten. Denn in diesem Haus passiert ziemlich viel mysteriöses. Was genau? Das solltet ihr euch selbst anschauen. In jedem Fall regt es die Kommunikation an und biete genügend Möglichkeiten zur Satzbildung, zur Bildung von Fragesätzen und zur Bildung von Sätzen im Partizip II.

 

 

 

10. Plitsch, Platsch Pinguin

Es lag lange Zeit bei mir auf dem Dachboden – doch dann habe ich es wieder hervorgeholt und mit in die Praxis genommen. Dort stand es und die Kinder waren von Anfang an begeistert. Oftmals bleibt am Ende der Stunde noch etwas Zeit, um die Pinguine auf die wackelige Eisscholle zu manövrieren und zu erraten, wer das Spiel gewinnen könnte. Fördert die Konzentration und Aufmerksamkeit und lässt sich vielfältig einsetzen.

 

 

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