Weihnachtsgedanken

Weihnachtskugel Frohes Fest

Weihnachtsstimmung – irgendwie will sie dieses Jahr nicht bei mir an der Tür klopfen. Auch wenn ich die schönsten und unterschiedlichsten Weihnachtslieder höre, der Duft von Räuchermännchen das Wohnzimmer umhüllt und ich die letzten Geschenke dieses Jahr nicht erst am 24. Dezember eingepackt habe – irgendwie ist es dieses Jahr anders. Es fühlt sich seltsam an, bei 9 Grad Celcius am Tag vor dem Heiligen Abend durch die Stadt zu laufen und dabei sogar noch den warmen Wintermantel zu öffnen, weil sich die Sonne eine Wolkenlücke gesucht hat und uns mit ihren Strahlen erfreuen will. Doch hätte ich lieber Schnee. Einen verschneiten Winterwald mit Fußstampfen von Mutter, Vater und Kind im Schnee, mit Hunden, die sich im Schnee wälzen und mit schlittenfahrenden Jungen und Mädchen, die ihren Schlitten mehrere Male den Berg hinaufziehen, um noch einmal neuen Schwung für die Fahrt zu nehmen. Ein ganz kalter Tag verschafft uns nämlich so ein wunderbares Gefühl, wenn wir nach Hause kommen, die Tür öffnen und die Wärme spüren, die zu Hause herrscht. Ich nennen sie Wohnzimmerherzenswärme. Die dann noch einen viel größeren Zauber hat, wenn der heilige Abend naht. Dann sind die Straßen dunkel und verlassen und die Familie trifft sich unter dem schön geschmückten Weihnachtsbaum, der uns Licht ins Dunkel bringt. Draußen sehen wir vielleicht ein paar Sterne, die uns vom Himmel aus zuwinken und uns eine schöne Weihnacht wünschen und ab und an kommt eine Weihnachtsmannfigur den Fußwegen entlang gelaufen, mit einer Glocke in der Hand, auf dem Weg zu artigen Kindern. Früher von mir gefürchtet und heute bewundert, weil die Kinder eine so hohe Erwartung an eine Fantasiefigur haben, die einige Jahre in ihren Köpfen zwar nicht nur für liebenswerte Begegnung sorgt, jedoch für Respekt, (Vor)Freude, Überraschung und Spannung. Und ich freue mich darüber, dass ich ab und an tatsächlich noch einige Kinder treffe, die ein Gedicht oder ein Lied für den Weihnachtsmann einstudiert haben, um dann dafür ihre Belohnung zu bekommen. So war es Brauch, so ist es Brauch und so sollte er auch bleiben. In einer Zeit, in der schon die Kleinsten an Smartphones, Tablets und andere technische Fortschritte gewöhnt werden, ist es umso wertvoller, mal wieder so richtig aktiv mit den eigenen Sinnen zu werden, die sich nicht nur darauf beschränken auf den Bildschirm zu schauen, der vor uns steht. Dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel basteln oder malen – dabei die Hände auf andere Weise zu benutzen, als für eine Tastatur, das schafft neue Entdeckerinhalte! Wie schon früher, als ich noch ein Kind war, variieren die Wünsche der Kids. Manche wissen gar nicht, was sie sich wünschen sollen, weil es zu viele Möglichkeiten gibt. Das kennen wir von uns, oder? Eine Welt voller Reize, die uns überfluten, wenn wir nicht aufpassen und uns selber Grenzen stecken. Wie ein voll gestopftes Kinderzimmer fühlt sich dann unser Kopf an – wir wissen nicht, wo wir zuerst beginnen sollen, wo der eigentliche Fokus liegt und für welches „Spielzeug“ wir uns entscheiden sollen. Wahrscheinlich sollten unsere Wünsche auch geordnet sein und vor allem realistisch. Habt ihr als Erwachsene einen Wunschzettel geschrieben? Ihr lacht! „Wunschzettel sind etwas für Kinder, aus dem Alter bin ich raus!“ – finde ich nicht. Um mehr Fokussierung zu bekommen und Klarheit für das, was dem einzelnen für sich selber, für seine Beziehungen oder auch seine beruflichen Perspektiven wichtig ist, hilft es tatsächlich, sich mal genau diese Dinge vor Augen zu führen und ab und an mal einen Blick darauf zu werfen. Und wie es auch mit einem bunt gebastelten Kinderwunschzettel so ist, können nicht immer gleich alle Wünsche erfüllt werden, aber wenn sie euch wirklich etwas bedeuten, dann stehen sie auch im nächsten Jahr noch auf dem Zettel und werden nach und nach nicht nur euer Herz, sondern auch eure Realität bewohnen.

Ich wünsche euch eine besinnliche und glückliche Weihnachtszeit mit vielen kleinen Freuden, die euer Herz in dieser Zeit erfüllen sollen. Ich wünsche euch (Zu)Frieden(heit) mit euch selbst, Klarheit für das, was ihr vorhabt und was euch im Leben umgibt. Ich wünsche euch Gesundheit und Frohsinn und Mut, wenn euch die Kreativität und Kraft verlässt. Achja und übrigens: das wünsche ich euch nicht nur für die Weihnachtstage, sondern für euer Leben. Aber nun genießt tatsächlich erstmal die Zeit unterm Tannenbaum mit euren Liebsten und macht euch ein paar richtig tolle Tage!

Und DANKE – Danke dafür, dass ihr so treue Leser seid und mich seit fast einem Jahr tatkräftig unterstützt!

 

Danke an Maria von Resonanzgestalt für das Weihnachtskugelbild – ich entdeckte ihre Postkarte mit diesem Motiv gestern in meinem Briefkasten und erfreue mich jedesmal an ihrer Kreatvität!

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