ABC eines Therapeuten (nach M. Grohmann) /// Teil IV

Die Buchstaben J, K und L auf Holz geschrieben.

Wie immer am Anfang, eine kurze Erklärung:

Ich habe mir für jeden Buchstaben des Alphabets eine Eigenschaft überlegt, die mir innerhalb des therapeutischen Arbeitens sehr wichtig erscheint. Selbstverständlich gibt es für jeden Buchstaben noch viel mehr gute Einfälle und vor allem wichtige Eigenschaften – dann hinterlasst sie mir doch gerne als Kommentar unter diesem Beitrag. Ich würde mich sehr freuen!

Heute gibt es die Buchstaben J bis L. Die nächsten Buchstaben folgen jeweils in den nächsten Wochen, bis das Alphabet vollständig ist und es eine Zusammenfassung für meine Leser gibt!

Und – los gehts!

J

Jung geblieben

Kinder finden es spannend, wenn wir uns zu ihnen legen und ihnen Geschichten erzählen, wenn wir durch das Therapiezimmer im Eilschritt hüpfen und die wildesten Parcours mit ihnen aufbauen. Dafür sollten wir offen sein – denn erinnern wir uns an unsere Kindheit zurück, waren genau diejenigen die Helden, die uns die Welt mit Kinderaugen gezeigt haben und wir nicht immer nur ein „Nein“ hörten, nur weil die anderen gerade keine Lust haben. Ganz klar – Kinder brauchen Grenzen und natürlich auch in der richtigen Situation ein „Nein“ , aber auch als Therapeut selbst mal wieder Kind sein macht wahnsinnig großen Spaß und gibt den Kids eben auch irgendwie ein stärkendes Gefühl.

K

Konkret

Klare Antworten, präzise Aussagen und strukturierte Fragen. Gerade in der Behandlung von Sprachverständnisstörungen, aber auch in der Therapie mit anderen Patienten, denen eine Fokussierung schwer fällt, ist es sehr wichtig, sich klar, deutlich und konkret auszudrücken und nicht noch mehr Verwirrung in den schon vorhandenen Sprachdschungel zu bringen.

L

Lernbereit

Wenn wir anderen etwas beibringen wollen, sollten wir dazu in der Lage sein, auch immer und immer wieder etwas dazu zu lernen. Es geht nicht darum, dass wir jeden Tag am Schreibtisch mit hunderten von Fachbüchern sitzen sollen, sondern auch durch das (Er)Leben neues kennen lernen, Zusammenhänge hinterfragen und durch die Kommunikation mit anderen Fachrichtungen Dinge in die Therapie transferieren können, um unseren Patienten zu helfen. Wir sind Menschen, nicht perfekt und genau deshalb auch gut so. Es gibt ein Sprichwort, das mir dazu einfällt: „Keiner kann nichts und keiner kann alles.“ – und doch können wir immer wieder ein bisschen dazu lernen, wenn wir nur wollen.

 

Nächste Woche erwarten euch die nächsten drei Buchstaben –

seid gespannt!

 

Dieser Text und die veröffentlichten Informationen unterliegen – sofern nicht anders gekennzeichnet – dem Copyright von Maria Grohmann / Lauter Gedanken oder werden mit Erlaubnis der Rechteinhaber veröffentlicht.

Jede Verlinkung, Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung und Wieder- bzw. Weitergabe der Inhalte ist nur mit dem Vermerk auf Maria Grohmann und www.lauter-gedanken.de gestattet.

2 Review

  1. Liebe Maria,

    mal wieder trifft es auf meine Zustimmung und ich kehre inzwischen sehr gerne auf Ihren Blog zurück und lese die Artikel. 🙂

    Also bei K fällt mir noch kreativ ein. Ich finde ein guter Therapeut ist kreativ und damit auch sehr flexibel in dem, was er tut. Kreativität hilft enorm dabei sich auf die Individualität der Klienten einzustellen und das macht die Arbeit nochmal wesentlich wertvoller 🙂

    Herzliche Grüße
    Tatjana Heidemann

    1. Liebe Tatjana,

      schön, Sie als treue Leserin des Therapeuten-ABCs zu haben. Ich freue mich darüber. Kreatvität finde ich auch sehr wichtig – und das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder lebt seine Kreativität anders aus und das ist auch gut so! Danke fürs Lesen – morgen kommt dann der nächste Teil!

      Viele Grüße

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.