Spieletipp #3 Hase Hüpf!

"Hase Hüpf!" von Ravensburger trainiert Grob- und Feinmotorik sowie unterschiedliche Bereiche innerhalb logopädischer Störungsbilder.

Und manchmal sitzen die kleinsten Knirpse vor uns – sind gerade zweieinhalb Jahre geworden oder werden bald drei. Ich brauche tatsächlich manchmal dafür mehr hilfreiche Tipps und Ideen, als wenn ich einen vierjährigen „Warum-ist-das-so“-Patienten vor mir sitzen habe. Auf der Suche nach einer tollen Eingebung, kam ich auf „Hase Hüpf“ von Ravensburger, das sich wunderbar gerade für die kleinen Mädchen und Jungen eignet, die sich in der Praxis vorstellen.

 

„Hase Hüpf“ ist ein Bewegungs- und Puzzlespiel mit Tieren und deren Lebensräumen. Ein farbiger Ball bestimmt dabei, welche Karte vom Stapel gezogen wird, die dann dem jeweiligen Tier zugeordnet wird. Hüpfen, Klettern, Fliegen – all das können die Kinder ausprobieren und lernen somit Affe und Löwe, aber auch Huhn und Hase besser kennen und können ihr Wissen, besonders auch wenn es um Farbkenntnisse geht, spielerisch erweitern.

 

 

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren meiner Ideen für die logopädische Therapie:

 

 

Wortschatz

 

Durch den Farbball sowie die Tierbilder, die rückseitig bunt bedruckt sind, können mit diesem Spiel sehr gut die Farben geübt werden. Dafür wirft das Kind den Farbball nach oben, benennt die Farbe und nimmt sich anschließend die passende Farbe, die der Ball anzeigt.

 

 

Die Kinder lernen Tiere, deren Tierkinder und Lebensräume besser kennen. Sie können die Tiergeräusche mit uns Therapeuten nachahmen oder zu jenem Tier gehen (oder springen, kriechen, fliegen u.a.), dessen Geräusch der Therapeut / die Therapeutin nachahmt.

 

 

Des Weiteren könnt ihr euch zusätzlich Tiere aus anderen Spielen zusammensuchen, die dann den jeweiligen Fortbewegungsarten der Tiere zugeordnet werden kann (z.B. alle Tiere, die schwimmen können werden unter das Bild mit dem Fisch gelegt)

 

 

Ihr könnt euch Bilder vom Futter ausdrucken oder auch aus anderen Therapiematerialien zusammensuchen, die das jeweilige Tier frisst. Dieses kann dann zugeordnet werden (Hinweis: Hier eignet sich auch das Material aus Ravensburger „Tiere füttern“).

 

 

Vielleicht habt ihr ein Buch zur Hand, in dem die Kinder fühlen können, wie sich das Fell der Tiere anfühlt. Das könnt ihr hier wunderbar mit einbauen!

 

 

 

Auditive Aufmerksamkeit

 

Symbolworthören

 

Schreibt euch eine Mini-Tiergeschichte auf, in der die abgebildeten Tiere vorkommen. Während ihr die Geschichte vorlest, sollen die Tiere angetippt oder hochgehalten werden. Ein möglicher Anfang wäre

 

„Große Aufregung herrscht im Zoo – heute ist der heißeste Tag des Jahres und alle Tiere sind aufgeregt, was sie wohl erleben werden. Der Elefant hat sich schon gestern einen riesigen Eimer mit Wasser vom Zoowärter bringen lassen – als er aus ihm trinken wollte, steckte er seinen Kopf doch so tief herein, dass er drin stecken blieb. Das Gejammer bemerkte gleich der kleine Hase und kam ihm schnell zur Hilfe…… „

 

 

Staffelsätze

 

Hier können die Kids nachsprechen! Die Sätze werden immer länger – schaut mal über meine Ideen:

 

 

Der Hase hüpft.

Der Hase hüpft über die Wiese.

Der Hase hüpft über die grüne Wiese.

Der Hase hüpft aufgeregt über die grüne Wiese.

Der Hase hüpft aufgeregt über die grüne Wiese auf dem Gras.

Der Hase hüpft aufgeregt über die grüne Wiese auf dem Gras zum Löwenzahn.

 

 

 

 

Der Löwe hat Hunger.

Der Löwe hat großen Hunger.

Der Löwe hat großen Hunger auf Fleisch.

Der Löwe hat großen Hunger auf saftiges Fleisch.

Der Löwe hat großen Hunger auf saftiges, leckeres Fleisch.

 

 

 

 

Der Fisch schwimmt.

Der Fisch schwimmt im Wasser.

Der Fisch schwimmt fröhlich im Wasser.

Der Fisch schwimmt fröhlich im kalten Wasser.

Der Fisch schwimmt fröhlich im kalten Wasser des Flusses.

Der Fisch schwimmt fröhlich im kalten Wasser des blauen Flusses.

 

 

 

 

 

Grammatik

 

Satzbildung

 

„Wer macht was?“ – z.B. Der Hase hüpft, Der Affe klettert, Der Fisch schwimmt.

 

 

„Wer frisst was?“  – z.B. Der Hase frisst Möhren, Das Huhn frisst Körner, ….

 

 

„Wer lebt wo? – z.B. Der Hase lebt im Stall, Der Fisch lebt im Bach, ….

 

 

Pluralbildung

 

Wenn die Tierbilder fertig gepuzzelt sind, wir noch einmal der Name des Tieres benannt und die Pluralform gleich dazu gesagt.

 

 

Präpositionen

 

Da die Tiere auf den Bildern unterschiedlich positioniert sind, könnt ihr die Präpositionen üben, in dem ihr gemeinsam überlegt, wie die Tiere zueinander stehen. Außerdem könntet ihr die einzelnen Tierpuzzlebilder im Raum verteilen / verstecken und somit noch aktiver überlegen, wo sie sind.

 

 

 

 

Grob- und Feinmotorik

 

Grundsätzlich ist zu sagen, dass dieses Spiel sich gut eignet, um grob- und feinmotorische Fertigkeiten zu verbessern. Durch die Nachahmung der tierischen Bewegungen werden ganzkörperliche Bewegungen durchgeführt, durch das Zusammenpuzzeln der einzelnen Teile haben wir gleichzeitig ein Training für die Feinmotorik, ebenso wie durch den Umgang mit dem Farbball.

 

Für die besonders hypotonen kleinen Patienten eignet sich der Aufbau eines kleinen Bewegungsparcours besonders gut. Hier mein Vorschlag, der selbstverständlich jederzeit abgewandelt werden und auf die Bedürfnisse des Kindes abgewandelt werden kann:

 

 

1. Das Tier (Das Kind) läuft / hüpft / watschelt eine liegende Acht durch den Raum. Hierfür könnt ihr als Orientierung ja auch Tücher oder ein Seil auslegen.

 

 

2. Die o.g. orofacialen Übungen werden im Fersensitz (positiver Effekt auf Kopf-Hals-Aufrichtung) vor dem Spiegel durchgeführt

 

 

3. Beim Puzzeln wird der Mundschluss und die Zungenruhelage eingehalten

 

 

4. Wenn die Karte umgedreht wurde und sie zum jeweiligen Tier am anderen Ende des Therapieraums gebracht wird, läuft das Kind über einen Barfußpfad (eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt)

 

 

5. Das Kind legt sich bauchwärts auf den Pezziball, die Beine zeigen gerade nach hinten, in der Hand hält das Kind die Karte und puzzelt sie im Liegen an das vor ihm auf dem Fußboden liegende Puzzelteil – das fördert die Körperspannung! (Bitte achtet auf die Sicherheit! ;-))

 

 

6. Ihr könnt außerdem versuchen, dass euer Patient / eure Patientin die Karte oder sogar den kleinen Farbball auf dem Kopf beim Laufen balancieren kann.

 

 

 

Mundmotorik

 

Jedem Tier könnte eine bestimmte Mund- / Zungenmotorikübung zugeordnet werden. Meine Ideen hierfür sind:

 

  • Pferd                            Schnalzen, Lippenflattern
  • Affe                              beliebige Grimasse schneiden
  • Huhn                           Lippen breit – spitz (das Huhn pickt die Körner)
  • Hase                            Nase rümpfen, schmatzen
  • Elefant                        Zunge zur Nase
  • Fisch                           Wangen aufpusten – einziehen
  • Pinguin                       Zunge abwechselnd in den rechten und linken Mundwinkel
  • Löwe                           Mund weit öffnen und wieder schließen

 

 

 

 

Und hier könnt ihr noch einen Blick in die Spielanleitung werfen:

 

https://www.ravensburger.de/spielanleitungen/ecm/Spielanleitungen/24735%20anl%201223795.pdf?ossl=pds_text_Spielanleitung

 

 

 

Ihr könnt es direkt im Ravensburger Online-Shop kaufen! Klickt dafür auf folgenden Link:

 

https://www.ravensburger.de/produkte/spiele/lernspiele/hase-huepf-24735/index.html

 

 

Sicherlich habt auch ihr innerhalb eurer Praxiserfahrungen viele andere, unterschiedliche Ideen

für

„Hase hüpf!“

entwickelt und entworfen! Wenn ihr mögt, teilt sie doch mit den

anderen Lesern und mit mir in den Kommentaren! Ich würde mich sehr freuen!

 

 

 

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