Bunte Farbtupfen im Frühlingserwachen

Schneeglöckchen im Frühlingserwachen

Endlich wird es draußen wieder heller, die Sonne scheint in mein Gesicht und streichelt meine Seele. Als ich auf dem dicken Baumstamm saß, neben dem ich Sägespäne fand, die wohl erst seit kurzer Zeit dagelegen haben muss, weil sie so anmutend frisch holzig roch, erfreut ich mich an der Sonne Schönheit, die für mich heute den ersten Tag des Vorfrühlings einläutete. Ich saß eine Weile an dem schönen Platz vor dem Wald, in dem die ersten Blätter beginnen zu blühen, die Tiere wohl aus ihren Winterschlafplätzen erwachen werden und die Dächer der Wälder bald wieder gedeckt sind von Blättern und Zweigen. Ich hörte nichts außer das erste Gezwitscher der Vögel, die miteinander sangen und dann mal wieder ein Solo einlegten. Ich hörte das Rauschen des Windes, der noch manche kühle Briese in meinen Nacken wehte und die vom Herbst vergessenen Blätter durch die Luft wirbeln ließ, um sie zu vertreiben und Platz für etwas Neues zu schaffen. So ist es dem Frühling inne – er bedeutet „Werden“ und „Entstehen lassen“ – er lässt die langen, kalten Tage vergehen und bringt uns mildes Klima, das die Blumen sprießen und wachsen lässt. Und dann, dann gibt er auch uns das Gefühl, dass wir neue Kraft schöpfen können aus dem, was er uns schenkt – die Menschen nehmen sich Zeit, um wieder spazieren zu gehen und erfreuen sich an diesem Seelen- und Körpergeschenk, was ihnen diese Jahreszeit möglich macht und haben Energie, um neue Dinge anzupacken, die schon lange anstehen oder die gemacht werden wollen. Die Sonnenstrahlen geben uns Impulse, wach zu werden und aufmerksam durch die Welt zu gehen. Die steigende Lichtintensität an einem Frühlingstag lässt unsere gute Laune vorantreiben und Ärgernisse der vergangenen Zeit für einen kurzen Moment vergessen – so wie die Dunkelheit des Winters, die durch manch trübe Tage auch in unseren Gefühlshaushalt schwarz-graue Farbtupfen geschmuggelt hat, sich langsam stolz aus uns heraus schleichen kann. Frühlingszeit ist das Aufblühen der ersten Blüten, die sich mitten im Schnee herauskristallisieren, uns bunt anleuchten und uns die ganze Palette der Farben schenkt und uns damit heiter stimmt.

 

Während des Spaziergangs sang ich anmutende Frühlingslieder vor mich hin und war völlig hin und weg von der Stimmung und den Texten der Lieder. Deshalb bekommt ihr heute von mir eine Frühlingslieder-Liste für „jung und alt“, an der ihr euch des Frühlings in Sang und Klang, mit Wort und Schönheit erfreuen könnt. Viel Spaß damit!

 

Frühlingslieder

 

  • Alle Vögel sind schon da
  • Es tönen die Lieder
  • Winter ade, scheiden tut weh
  • So treiben wir den Winter aus
  • Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald
  • Nun will der Lenz uns grüßen
  • Alles neu macht der Mai
  • Grüß Gott, du schöner Maien
  • Der Mai, der Mai, der lustige Mai
  • Komm lieber Mai und mache
  • Jetzt fängt das schöne Frühjahr an
  • Der Frühling hat sich eingestellt
  • Der Winter ist vergangen
  • Im Märzen der Bauer
  • Leise zieht durch mein Gemüt
  • Die Vogelhochzeit
  • Ich lieb’ den Frühling, ich lieb’ den Sonnenschein

 

Sicherlich kennt ihr noch andere Frühlingslieder, die hier in meiner Aufzählung keinen Platz gefunden haben. Schreibt dafür gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag, um noch neue Ideen anzubringen. Ich freue mich!

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