Komm bald wieder und sing’ mir Lieder!

Ein Sonnenuntergang auf Mallorca am Strand

Minus 11 Grad, als ich das Haus verlasse. Handschuhe vergessen, Autoscheiben zugefroren, Türen klemmen, Müll noch raus – fehlt nur noch ´ne flinke Maus – vor der ich mich erschrecke und vor lauter Schrei die Nachbarn wecke.

Ihr kennt das!

Es ist Winter in Deutschland. Und trotz dessen, dass mir völlig bewusst ist, welche wunderbaren Vorzüge der Winter mit all seinen kleinen Freuden hat, ist es mir zu kalt, wenn ich früh aufstehe und aus dem Fenster sehe. Dann sehe ich die schneebedeckten Straßen, die Eiszapfen, die vom Balkongeländer herunterhängen und spüre, wie die Kälte schon des Dachs in meine kleine Dachgeschosswohnung ziehen will. Es dauert mir zu lange, zwei Jacken anzuziehen, zwei Reißverschlüsse zu schließen, die Handschuh erst dann zu nehmen, wenn ich meine dicken Stiefel geschnürt habe. Ich steige in das Auto und fühle die Kälte – durch den ganzen Körper fährt sie mir, beschert mir Gänsehaut und kalte Füße, mein warmer Atem ist zu sehen. „Mach dir warme Gedanken“ – so heißt es doch immer. Also dachte ich an den Sommer und kam auf laute(r) Gedanken!

 

Komm bald wieder und sing’ mir Lieder!

 

Sehnsuchtsvoll, gedankentief

sitz’ ich hier, schreib diesen Brief.

Einer dieser Tage, an denen laut ich sage:

Komm bald wieder und sing mir alte Lieder!

 

Melodien vom Meeresrauschen,

wie wir heimlich Eiskugeln tauschen.

Sing mir Lieder von Freud´ und vom Glück,

ich vermisse dich – komm bloß bald zurück!

 

Weil das Herz du füllst mit Charme,

nimmst mich wonnevoll in den Arm.

Klang der Freiheit liegt in der Luft,

von der Muse geküsst durch deinen Duft.

 

Komm bald wieder und sing mir Lieder,

vom Menschenstamm und vom Gefieder,

Sommer komm’ mit all deiner Zier,

und sing deine Lieder Dir und Mir.

 

Copyright by www.lauter-gedanken.de – Maria Grohmann

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